Lactoferrin
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Vorkommen:

Lactoferrin findet sich im Körper fast aller Säugetiere wieder und wird dort im Blut und in verschiedenen Organen gebildet. Es befindet sich in nahezu allen Körperflüssigkeiten, in  erhöhten Konzentrationen jedoch hauptsächlich  in der  Milch. Nach der Geburt steigt die Lactoferrinkonzentration in der Milch bei Frauen auf bis zu 10g/L an.
Aus diesem Grund wird Lactoferrin heute industriell aus der Milch von Kühen gewonnen. Bei der Käseherstellung wird aus der so genannten Kesselmilch auf der einen Seite Käse und auf der anderen Seite Molke hergestellt. Das Lactoferrin findet sich in der Molke (Süssmolke) wieder und geht nicht in den Käse über. Aus diesem Grund ist die Lactoferringewinnung aus Molke eine Technologie zur besonderen Wertschöpfung und betriebswirtschaftlich interessanter als die klassische Herstellung von Molkenpulverprodukten. Der Gehalt an Lactoferrin in der Molke liegt bei 0,01 bis 0,20 g/L. Das bedeutet, dass für 1,00kg Lactoferrin ca. 15.000 L Molke oder Milch nötig sind. Die Ausbeuten sind jedoch stark vom technischen Verfahren und der Güte des Ausgangsproduktes abhängig und können stark schwanken.



Chemie und Biochemie des Lactoferrins:

Lactoferrin ist ein Glycoprotein aus der Gruppe der Transferrine, welches aus ca. 700 Aminosäuren besteht. Es kann in einem bestimmten Milieu Eisen (Fe) binden und dieses auch wieder freisetzen. Die chemische Struktur des Lactoferrins ist in Form einer Polypeptidkette, die in zwei homologe Lappen gefaltet ist (siehe Abbildung unten). Diese Lappen können Eisen (Fe 3+) binden und sind für die Eigenschaften des Lactoferrins entscheidend.

Struktur des Lactoferrins
Lactoferrin ...
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Lactoferrin, natürliche Hilfe bei Eisenmangel